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BerufswahlSIEGEL erneut an zwei Schulen vergeben

Olpe. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr erneut zwei Schulen mit dem BerufswahlSIEGEL auszeichnen konnten. Nach 2013 und 2016 sind die Max-von-der-Grün-Schule in Olpe und das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein mit dem Bildungsgang Höhere Handelsschule zum dritten Mal für herausragende Berufswahlorientierung zertifiziert worden.

Bundesweit tragen zurzeit mehr als 1.500 Schulen das Siegel. Neben den in diesem Jahr zertifizierten Schulen tragen derzeit drei weitere Schulen unseres Kreises die für drei Jahre gültige Auszeichnung. Damit das Siegel weiterhin in der Schule hängen darf, ist nach diesen drei Jahren ein Rezertifizierungsverfahren notwendig.

Die Max-von-der-Grün-Schule als Förderschule mit dem Förderschwerpunkt der körperlichen und motorischen Entwicklung überzeugte die Jury nicht zuletzt mit dem „Arbeitstag“, an dem die Schülerinnen und Schüler an einem Tag in der Woche grundlegende Tätigkeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Küche, Büro oder Werkstatt kennenlernen und erlernen. Durch das hohe Engagement des Lehrerkollegiums gelingt es der Schule mittels Projekten wie „100%ICH“ oder „Runter vom Hügel“ das Selbstvertrauen der gehandicapten Schüler zu stärken und sie in passgenaue Ausbildungsmaßnahmen zu bringen.  

Dem steht das Berufskolleg in Siegen, wenn sich die Schülerinnen und Schüler auch in Eingangsvoraussetzungen und Alter unterscheiden, in nichts nach: Der Bildungsgang der zweijährigen Höheren Handelsschule führt beispielsweise in Kooperation mit der Fachschule für Wirtschaft das Projekt „Recruiting-Award“ durch. Im Nachgang zum Projekttag „Berufswahl“ gibt es das Angebot eines Speeddatings rund um offene Ausbildungsplätze. Frühzeitig und regelmäßig werden Schülern und Eltern Anschlussperspektiven für die Zeit nach der Höheren Handelsschule aufgezeigt. Fest zum Schulprogramm gehört zudem der eigene Laden „WannaBuy“, der unternehmerische Kompetenzen fördert.

Gesine Westhäuser, Mitglied der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, betonte die Bedeutung der Berufswahlorientierung und unser Engagement als Träger des BerufswahlSIEGELs für die Region Siegen-Olpe-Wittgenstein. Das BerufswahlSIEGEL werde nicht vergeben, weil es heutzutage „chic“ ist, sich für alle möglichen Themen zertifizieren zu lassen. Eine fachkundige Jury aus Vertretern der Wirtschaft, der Wirtschaftsjunioren, der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit sowie erfahrenen Pädagogen entscheide deshalb über die Siegelvergabe. „Es geht einzig und allein darum, was Euch Jugendlichen dient, was Euch im Leben voranbringt und Euch hilft, Euren Weg im Beruf zu meistern“, sagte sie.

Noch im November 2019 beginnt eine neue Bewerbungsrunde, an der alle weiterführenden Schulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe teilnehmen können. Außerdem startet die Rezertifizierungsphase für die Schulen, die in 2017 das SIEGEL erhalten haben.

Die Freude über die Auszeichnung mit dem BerufswahlSIEGEL ist groß.

Julia Förster / 18.11.2019
Raus aus der Jammerfalle - Businessforum geht in die zweite Runde

Olpe. Auch das zweite überregionale Businessforum der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen und Lüdenscheid im November stieß auf große Nachfrage. Dieses Mal ging es um das Thema „Mehr Produktivität und Erfolg in Unternehmen: raus aus dem Jammern und Klagen“, mit dem sich rund zwei Dutzend junge Unternehmer und Führungskräfte aus Lüdenscheid und den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe intensiv in der Geschäftsstelle Olpe der IHK Siegen auseinandersetzten.

In jedem Unternehmen gibt es sie, die Jammerer. Doch wie geht man konstruktiv mit ihnen um? Soll sich der Mitarbeiter mit dem, was ihm nicht gefällt, einfach abfinden? Tritt er dann nicht erst recht auf die Bremse? Ist in den Klagen nicht auch ein Körnchen Wahrheit? Wie reagiert man darauf, ohne der „Jammer-Strategie“ Vorschub zu leisten? Antworten lieferte Referentin Claudia Polzin von „Businesscoaching Polzin“ aus Kreuztal den Teilnehmern aus den Bereichen Industrie, Einzelhandel und Onlineagenturen ebenso überzeugend wie praxisnah.

Doch zuvor wurden die psychologischen Aspekte und Auswirkungen des Phänomens von Referent Robert Erlinghagen analysiert, der als Coach, Supervisor, Organisationsberater, Trainer und Inhaber der Betzdorfer Coachingagentur „mindshaker“ auf 20 Jahre Erfahrung zurückgreifen kann. „Wer jammert, will – ob bewusst oder unbewusst -  Verantwortung abgeben“, betont Erlinghagen. „Und deswegen funktioniert in diesem Fall die Methode der Positiven Psychologie nicht.

Eine Lösungsstrategie in vier Phasen für den konstruktiven und zielführenden Umgang mit Jammern und Klagen erarbeitete Claudia Polzin mit den Teilnehmern. Denn „Jammern hat echtes Interesse verdient“ erklärt Polzin, „da es wichtige Informationen für das Unternehmen liefern kann. Aber zielloses Jammern braucht Begrenzung“. Wichtigster Punkt im Umgang mit Jammerern sei, diesen auf einer rein faktischen Ebene ohne Bewertungen oder Interpretationen zu begegnen und das Ziel der maximalen Ermächtigung des Mitarbeiters zu verfolgen.

Als Verband aus Unternehmern und Führungskräften war dies für die Wirtschaftsjunioren besonders interessant, und so wurde anschließend ebenso lebhaft wie konstruktiv diskutiert, wurden konkrete Einzelfälle zur Diskussion und eigene Führungspraktiken auf den Prüfstand gestellt sowie intensiv Erfahrungen und Fachwissen ausgetauscht. Der große Erfolg der ersten beiden Businessforen bestärkt das Organisationsteam in ihrem Konzept. „Wir werden uns bald zusammensetzen, um mit den Planungen für die weiteren Veranstaltungen zu beginnen“, freut sich Projektleiter und Initiator Thorsten Kißling von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen.

Auch beim zweiten Businessforum tauschten sich die Wirtschaftsjunioren aus Südwestfalen und Lüdenscheid lebhaft aus.

Julia Förster / 14.11.2019
Businessforum mit den WJ Lüdenscheid feierte Premiere

Drolshagen. Der Andrang auf das erste überregionale Businessforum der Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid und Südwestfalen war groß. Mit der im Rahmen einer Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Deutschland entwickelten Idee trafen die Initiatoren genau ins Schwarze. „Uns ist aufgefallen, dass sich Junioren einerseits über ihre Kreisgrenzen hinweg vernetzen wollen und andererseits einen intensiven fachlichen Austausch suchen, der aber aufgrund der großen Personenanzahl bei vielen Veranstaltungen oftmals zu kurz kommt“, erklärt Thorsten Kißling, Projektleiter des Businessforums. Daher wurde bei der Konzeption des ersten überregionalen Businessforums die Teilnehmerzahl auch auf 30 Personen begrenzt.

Unter dem Motto „Hinterm Tellerrand geht’s weiter“ wählten die Organisatoren für die Premiere dieser Veranstaltungsreihe ein Thema, das nahezu allen Unternehmern und Führungskräften unter den Nägeln brennt: „Personal und Führung 4.0“, denn in Zeiten der Digitalisierung stellen sich viele Fragen: Sind wir als deutscher Mittelstand für die digitale Transformation gerüstet? Welchen Herausforderungen steht das Management gegenüber? Wie müssen Arbeit und Führung im Zeitalter der Industrie 4.0 organisiert werden? Referent Thomas Kleb, Geschäftsbereichsleiter Corporate Services und Mitglied der Geschäftsleitung der Heinrich Georg GmbH, ging in seinem Impulsvortrag auf verschiedene zukünftige Herausforderungen ein und präsentierte auch gleich Ideen, wie man diesen begegnen kann. Wichtig sei vor allem, die Macht alter Routinen und Erfahrungen zu brechen. Ansätze hierfür finden sich in den Experimentierfeldern „Diversity“, „System“, „Struktur“ und „Kultur“, beispielsweise indem sich Unternehmen bewusst für Andersdenker öffnen und die Ideen und Potenziale ihrer Mitarbeiter nutzen. Dabei ist vor allem die Führungsebene gefordert. Als Verband aus Unternehmern und Führungskräften war dies für die Wirtschaftsjunioren besonders interessant, und so wurde anschließend ebenso lebhaft wie konstruktiv diskutiert, eigene Führungspraktiken auf den Prüfstand gestellt und intensiv Erfahrungen und Fachwissen ausgetauscht.

Doch bevor der fachliche Teil des Abends startete, absolvierten die teilnehmenden  Wirtschaftsjunioren der Kreise Lüdenscheid und Südwestfalen zunächst ein Speeddating. „Das war eine großartige Idee, ich hätte mich mit vielen Teilnehmern gerne noch länger unterhalten“, betonten alle Beteiligten. „Und genau das wollten wir erreichen“, freut sich Claudia Polzin, eine der Organisatorinnen, und führt aus: „Mit dem Speeddating wurden Anknüpfungspunkte geschaffen, auf die man nach dem Impulsvortrag und der fachlichen Diskussion im Rahmen des gemütlichen Ausklangs wieder zurückkommen konnte.“

Der große Erfolg des ersten Businessforums bestärkt das Organisationsteam in ihrem Konzept. „Wir werden uns bald zusammensetzen, um das erste Forum zu reflektieren und dann auch direkt mit den Planungen für das zweite zu beginnen“, erklärt Kißling.

Speeddating beim ersten Businessforum der Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid und Südwestfalen.

Julia Förster / 16.09.2019
Verschmelzung mit dem Industrie- und Handelsclub

Siegen. Während die meisten Tage ihre historische Bedeutung erst im Rückblick erhalten, wussten die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e. V. (WJSW) und der Industrie- und Handelsclub Südwestfalen e. V. (IHC) am 3. September sofort, dass dieser Tag einen Meilenstein darstellt. Rund 50 Mitglieder beschlossen einstimmig die Fusion beider Vereine.

„Dies ist der entscheidende Punkt in einem Prozess, der bereits 2017 angestoßen wurde“, erklärt Ronny Stöcker, Vorsitzender der WJSW. Gemeinsam haben die Vereine eine Vision für die Zukunft geformt und eine neue Positionierung erarbeitet. „Unser Ziel besteht darin, die unternehmerische Weiterentwicklung unserer Mitglieder, die ein ganzes Leben umfassen kann, von Anfang bis Ende zu begleiten“, formuliert Past Präsidentin Christina B. Schmidt, die den Prozess seinerzeit als Vorsitzende initiiert hatte. „Ein wichtiger Baustein ist, das Erfahrungswissen und auch die Erkenntnisse aus ‚gereiften‘ Unternehmen nicht zu verlieren, sondern zu integrieren. Genau das gelingt uns durch die Verschmelzung mit dem IHC, der ja ohnehin als Folgeorganisation gedacht war“, fasst Schmidt zusammen.

„Die beiden Vereine haben viele Schnittmengen: Sie fungieren einerseits als Netzwerk und setzen sich andererseits für sehr ähnliche Ziele ein, zum Beispiel für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Region oder ein positives Unternehmerbild“, erklärt IHC-Präsident Hans-Joachim Maaß. Die Köpfe der Vereine sind überzeugt: Gemeinsam können sie mehr bewegen. „Wir haben durch die Verschmelzung nicht nur mehr Manpower, sondern auch mehr Synergieeffekte, mehr direkten Austausch und mehr Möglichkeiten, voneinander zu lernen und uns für unsere Ziele einzusetzen“, freut sich Stöcker. „Parallel dazu denken wir darüber nach, in Zukunft auch dem unternehmerischen Nachwuchs bereits früh eine Plattform zu bieten.“

Der Name „Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e. V.“ bleibt bestehen, genauso wie die vom Bundesverband vorgegebene Satzung. Dazu gehört beispielsweise, dass sich alle Beteiligten duzen. „Das löste zwar nicht bei allen Mitgliedern des IHC direkte Begeisterungsstürme aus, aber wir wollen ja voneinander lernen“, schmunzelt Maaß. Er ergänzt: „Ich hoffe und wünsche mir, dass sich alle ehemaligen Mitglieder des IHC bei den Wirtschaftsjunioren wohlfühlen, die vielfältigen Angebote an hochinteressanten Veranstaltungen rege in Anspruch nehmen und dabei helfen, die Wirtschaftsjunioren weiterzuentwickeln.“ Um die Fusion der Vereine optimal umzusetzen, haben die Verantwortlichen bereits vor rund einem Jahr wichtige Weichen gestellt: Die WJSW-Fördermitglieder wählten aus ihrem Kreis einen dreiköpfigen Beirat, der dem Vorstand der WJSW angehört. „Unsere Zusammenarbeit war bisher sehr fruchtbar und wir freuen uns, den weiteren Weg nun auch offiziell gemeinsam zu gehen“, unterstreicht Stöcker.

 

Die Mitglieder stießen gut gelaunt auf die gelungene Fusion beider Vereine an.

Julia Förster / 04.09.2019
Alpenüberquerung der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen

Südwestfalen/Graubünden. Als regionales Netzwerk für Führungskräfte und Unternehmer organisieren die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen zahlreiche Veranstaltungen, die für die Region, die Unternehmen und Menschen, die sich weiterbilden und austauschen möchten, einen Mehrwert generieren. Mit ihrem jüngsten Projekt „WJ Transalp“ haben die Wirtschaftsjunioren gewohnte Pfade verlassen, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Es handelte sich um eine Alpenüberquerung als Staffel an nur einem Tag, entweder mit dem Rennrad, dem Mountainbike oder zu Fuß – ein Wettlauf gegen die Sonne am längsten Tag des Jahres. Auf der Alpennordseite in Landquart (Graubünden) startete das siebenköpfige Team. Es wollte noch vor Sonnenuntergang, nach 196 Kilometern und mehr als 6.000 Höhenmetern, auf der Alpensüdseite in Poschiavo (Graubünden) ankommen.

Was die teilnehmenden Führungskräfte und Unternehmer während der Route erwartete, kannten sie bereits aus dem Geschäftsleben: Auf einfache Etappen folgten kräftezehrende Pässe – und umgekehrt. Sie waren sich einig: „Aufgeben ist keine Option!“ Normalerweise jedenfalls nicht. Dass das Wetter an diesem Tag die größte Herausforderung sein sollte, ahnte beim Start noch keiner. Bis zur Überquerung der eigentlichen Wetterscheide zeigte es sich auch recht stabil mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Mit der Auffahrt zum Albulapass kam jedoch die Kehrtwende in Form einer Schlechtwetterfront, verbunden mit einem Temperatursturz. Auf dem Pass ging der Regen in Schnee über. Auch die Abfahrt ins Engadin geriet zu einem echten Härtetest. Schließlich musste das Team den Folgen des intensiven Winters mit seinen ergiebigen Schneefällen bei der finalen Routenwahl Tribut zollen. Da auf der eigentlichen Königsetappe noch bis zu zwei Meter Schnee lagen und in den höheren Gefilden Lawinengefahr bestand, konnten die Beteiligten die finale Etappe nicht antreten, sodass sie das Transalp-Projekt kurz vor Pontresina, nur 30 Kilometer vor dem Ziel, abbrechen mussten.

Christian Schneider, Past President der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen und Initiator des Projekts, ist insgesamt dennoch sehr zufrieden: „Das Projekt zeigt, dass sich im Team auch die Herausforderungen bewältigen lassen, die anfangs unmöglich scheinen!“ Er bedauert den Abbruch der Überquerung, weiß aber aus eigener Erfahrung: „Gegen die Launen der Natur hilft auch die beste Planung nichts.“ Besonders erfreut ist Christian Schneider auch deshalb, weil die Teilnehmer des Transalp-Projekts Spendengelder für die Autismus-Wohnanlage in Netphen-Unglinghausen gesammelt haben. Dort soll eine therapeutische Außenanlage entstehen, um die Betreuungsqualität der Bewohner zu verbessern. „Wer noch etwas Gutes tun möchte, ist herzlich eingeladen, für die Wohnanlage zu spenden, denn hier wird jeder Euro gebraucht“, betont Schneider.

 

Rauf und wieder runter: Dr. Ralf Polzin (l.) und Dipl.-Ing. Thomas Krischer mussten nur 30 Kilometer vor dem Ziel die Alpenüberquerung abbrechen

Julia Förster / 15.07.2019
Wirtschaftsjunioren treffen sich zur Südwestfalenkonferenz in Olpe

Olpe. Pünktlich zum Sommeranfang richteten die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen wieder ihre beliebte Konferenz „SüKo – die Familienkonferenz“ aus. Darauf fieberten Groß und Klein schon seit Wochen ungeduldig hin. „Die Kiddies fragten ständig, wann es endlich losgeht“, sagte Olaf Oberhoff, Wirtschaftsjunior aus Solingen, gut gelaunt. Los ging es dann an einem sonnigen Freitagnachmittag im Juni, als rund ein Dutzend Familien aus ganz Südwestfalen und dem Bergischen Land nach Olpe reisten, um ein genauso entspannendes wie abwechslungsreiches Wochenende miteinander zu verbringen.

Die Freude der „Großen“ war dabei nicht geringer als die der Kleinen, denn die Konferenz hielt für jeden Geschmack und jedes Alter vielfältige Programmpunkte bereit. Während die Adrenalinjunkies sich im Kletterwald auspowerten, zog es die Kulturinteressierten in die Atta-Höhle und die Naturverliebten zur Bigge-Rundfahrt. Manch einer genoss aber auch einfach Ruhe und Sonne am hoteleigenen Pool.
Neben den Programmpunkten für die ganze Familie hatten die Organisatoren für die Kinder ein paar besondere Highlights im Gepäck. Sie konnten das ganze Wochenende auf einer Hüpfburg toben, sich schminken lassen oder Airhockey spielen. Samstagabend, als sich die „Großen“ zum gemütlichen Ausklang in der Lounge trafen, gab es für die Kinder einen aufregenden Kinoabend mit Popcorn.

Wie lang die Nacht war, ließen die Gesichter beim gemeinsamen Abschlussfrühstück am nächsten Morgen nur erahnen. Während die einen bereits gut gelaunt und erholt zu Brötchen und Marmelade griffen, schien manch anderer noch ein wenig müde, aber dennoch zufrieden zu sein. Zufrieden sind auch die beiden Organisatoren Christina B. Schmidt und Jan Lingelbach: „Wir freuen uns sehr, dass alle ein rundum gelungenes Wochenende und so viel Spaß miteinander hatten.“

Die nächste Südwestfalenkonferenz soll turnusgemäß im Sommer 2021 ausgerichtet werden.

Kletterwald

Ein Programmhighlight war der Besuch im Kletterpark Biggesee.

Weitere Bilder findet ihr auf unserer Facebookseite.

Julia Förster / 18.06.2019
WJSW auf der Ausbildungsmesse Siegen

Siegen. Mitveranstalter der Ausbildungsmesse Siegen sind sie immer. Nun, nach einem Jahr Pause, haben sich die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen dort auch selbst wieder mit einem Stand präsentiert.

„Wir sind kein eigenes Unternehmen, sondern ein Verband junger Führungskräfte und Unternehmer, die sich unter anderem für Bildung engagieren“, erklärt Julia Förster, stellvertretende Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, den interessierten Schülerinnen und Schülern.
Am Stand der Wirtschaftsjunioren nutzten die Jugendlichen vor allem die Möglichkeit, ihre Bewerbungsmappen prüfen zu lassen und über den Bewerbungsprozess, den Aufbau sowie die Individualisierung der eigenen Bewerbung zu sprechen.
Aber auch Hilfe bei der Zukunftsplanung wurde vielfach gesucht. Denn während die einen bereits wussten, dass sie Koch, Pilot oder Bürofachkraft werden möchten, sahen sich andere noch nach dem passenden Beruf um. Manchmal stand auch noch die Frage im Raum, ob eine Ausbildung absolviert oder doch lieber studiert werden solle. „Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten“, sagt Julia Förster. „In Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern ist uns als Wirtschaftsjunioren allerdings immer wichtig zu betonen, dass eine Ausbildung nicht weniger wertvoll ist als ein Studium und dass den Auszubildenden nach ihrem Abschluss viele Wege der Weiterqualifizierung und damit der Karriere offenstehen. Die Zeiten, in denen man eine Ausbildung absolviert und dann den Rest seines Lebens mit dieser einen Tätigkeit verbracht hat, sind vorbei.“

Um die Qualität der Ausbildung zu fördern, organisieren die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen einmal im Jahr einen „Azubiworkshop“. Das fanden auch die Schülerinnen und Schüler auf der Ausbildungsmesse spannend und wollten sich gleich anmelden. Allerdings ist er in seiner derzeitigen Form den Auszubildenden der Mitgliedsunternehmen der Wirtschaftsjunioren vorbehalten. „Das Feedback war jedoch so gut, dass wir darüber nachdenken, ein ähnliches Format auch für Nicht-Mitgliedsunternehmen anzubieten“, so Julia Förster. „Und auf der Ausbildungsmesse im kommenden Jahr wollen wir zusätzlich zu unseren bisherigen Aktivitäten verstärkt Lehrstellen unserer Mitgliedsunternehmen präsentieren – junge Wirtschaft für junge Menschen.“

 

Mona Ghazi präsentiert die Wirtschaftsjunioren auf der Ausbildungsmesse Siegen

Mona Ghazi präsentierte die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen auf der Siegener Ausbildungsmesse

Julia Förster / 21.05.2019
Jahresempfang der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen Mensch und Digitalisierung standen im Mittelpunkt

Siegen. Wie berührt uns die Digitalisierung? Diese Frage interessierte die rund 140 Gäste des Jahresempfangs der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, denn die technologische Entwicklung führt zu tiefgreifenden Veränderungen. Ähnlich wie bei der ersten industriellen Revolution werden sich die Arbeitsprozesse komplett verändern. „Wir wollen heute über die Folgen und Herausforderungen der Digitalisierung diskutieren“, blickte Moderatorin Dr. Christine Tretow von der IHK Siegen zu Beginn des Abends voraus. Sie hat seit Januar die geschäftsführende Betreuung der Wirtschaftsjunioren inne.

Bevor die Beteiligten in das Thema "Digitalisierung" einstiegen, stand aber etwas ganz und gar Analoges auf dem Programm: die traditionelle Ehrung eines Mitgliedes der Wirtschaftsjunioren, das sich mit besonderem Engagement und herausragender Leistung verdient gemacht hat und dafür die „Goldene Ehrennadel“ erhielt, also die höchste Auszeichnung, die die Wirtschaftsjunioren Deutschland zu vergeben haben. In diesem Jahr durfte sich Christina B. Schmidt über die Ehrung durch Björn Fuchs, Ressortleiter Training der Wirtschaftsjunioren Deutschland, freuen. Schmidt war unter anderem Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, Betreuerin vonseiten des Arbeitgeberverbandes und Initiatorin des „Strömungswechsels“, eines Projektes speziell für Frauen in Führungspositionen, wie Timm Bendinger in seiner Laudatio hervorhob.

Nach der Ehrung stand wieder das Thema "Digitalisierung" im Vordergrund. Ronny Stöcker, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen und Geschäftsführer der Gräbener Pressensysteme GmbH & Co. KG in Netphen, betonte in seiner Begrüßung, dass viele Mitarbeiter über die Zunahme psychischer Belastungen klagten. Wesentliche Gründe dafür sieht Stöcker in der zunehmenden Dynamik der Arbeitswelt und in der ständigen Erreichbarkeit.

Lars Schirrmacher, betrieblicher Gesundheitsmanager und geschäftsführender Gesellschafter der symbicon GmbH, hielt den Impulsvortrag für die Podiumsdiskussion. Unter der Fragestellung „Führt uns die Arbeitswelt 4.0 zur Auflösung der Organisation?“ stellte er einige Thesen zu den Folgen der Digitalisierung vor. Organisationen würden in Zukunft vermehrt „beauftragen statt einstellen“, wodurch sich das Arbeitsverhältnis zum Arbeitseinsatz wandle. Bei produzierenden Unternehmen werde der Mensch nicht mehr der Erbringer der Arbeitsleitung sein, sondern in erster Linie der Überwacher von Maschinen – und andere Maschinen würden wiederum als „Kollegen“ mit Menschen zusammenarbeiten. Durch das Arbeiten in der digitalen Netzwerkgemeinschaft spiele die „räumliche Verortung des Leistungserbringers“ keine Rolle mehr. Arbeit erlange damit erstmals die gleiche Mobilität wie Kapital. Die Bindung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber löse sich auf, und durch die flexible und bedarfsgerechte Vergabe von Aufträgen an „Arbeitskraft-Unternehmer“ sei Selbstmanagement künftig Kernqualifikation eines jeden Arbeitnehmers.

Dass seine Thesen polarisieren, zeigte sich in der Podiumsdiskussion. Prof. Dr. Volker Stein, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Personalmanagement und Organisation an der Universität Siegen, mahnte: „Beim Thema Digitalisierung müssen wir die Kirche im Dorf lassen, denn Digitalisierung ist Realität, aber keine Manifestation an sich – und der Umgang mit ihr ist kein Naturgesetz, sondern gestaltbar.“ Stein legte dar, dass die zentrale Herausforderung für Unternehmensführung und Personalabteilung darin liege, Digitalisierung als ein Thema des Generationenmanagements zu begreifen.

Ingo Degenhardt, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein und Geschäftsführer der DGB-Region Südwestfalen, stimmte Stein zu und führte aus: „Unsere hiesigen ‚Hidden Champions‘ erweisen sich als widerstandsfähig gegenüber den globalen Konkurrenten, weil ihre Lösungen qualitativ besser, technisch leistungsfähiger und langfristig zuverlässiger sind. Diese Alleinstellungsmerkmale sind zurückzuführen auf die Kompetenzen der Mitarbeiter, gute Arbeitsbedingungen, gute Löhne und Gehälter sowie den organisatorischen Willen, sich weiterzuentwickeln.“

Thomas Kleb, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik in Kreuztal, lenkte den Fokus der Diskussion auf einen weiteren Aspekt: Arbeit 4.0 sei weit mehr als der Einsatz digitaler Medien bei der Arbeit. Und so bestehe die größte Herausforderung darin, „die unheimliche Macht alter Routinen und Erfahrungen zu brechen.“ Mitarbeiter seien keine Kostenfaktoren, sondern eine Quelle von Ideen, die man nutzen und entsprechend vergüten müsse – nur so überlebe man in sich rasant verändernden Märkten.

Einig waren sich die vier Diskutanten am Ende darin, dass allein die Menschen die Verantwortung für die positive oder negative Wirkung neuer Technologien tragen, „damit diese genutzt werden, um miteinander menschlicher, ökonomisch effizienter und sozial verantwortlicher umzugehen“, wie Christine Tretow zusammenfasste. Sie dankte den Diskutanten dafür, dass sie sich „als echte Sucher nach Strategien antialgorithmischen Denkens für den Umgang mit den vielfach beklagten Folgen der Digitalisierung“ erwiesen hätten.

Moderatorin Dr. Christine Tretow sprach mit den Teilnehmern der Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der Digitalisierung

Moderatorin Dr. Christine Tretow sprach mit den Teilnehmern der Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der Digitalisierung

Julia Förster / 11.04.2019
Neues Design

Wir freuen uns, das Mitgliedersystem ab sofort im neuen Design zu präsentieren. Die Ansicht funktioniert auf allen Endgeräten!

Eure Zugangsdaten sind unverändert und der Login befindet sich oben rechts.

Timm Bendinger / 08.04.2019
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